Waldfriedhof

Adresse

Waldfriedhof
Düsseldorfer Str. 601
47055 Duisburg

Herr Bensberg
Tel: (0203)  73875-272
Fax: (0203) 73875-273
Mobil: 0173/7236517

Öffnungszeiten

Der Waldfriedhof ist durchgehend geöffnet.

Grabarten

  • Reihengrabstätte bis 5 Jahre
  • Reihengrabstätte ab 5 Jahre
  • Moslemisches Feld
  • Griechisch-orthodoxes Feld
  • Wahlgrabstätte engliegend
  • Wahlgrabstätte getrenntliegend
  • Sargrasenwahlgrabstätte
  • Urnenreihengrabstätte
  • Urnenrasenreihengrabstätte
  • Anonyme Urnenreihengrabstätte
  • Urnenwahlgrabstätte 1 m²
  • Urnenwahlgrabstätte 2,25 m²
  • Urnenwahlgrabstätte 3 m²
  • Baumwahlgrabstätte für Urnen
  • Urnengemeinschaftsgrabstätte
  • Memoriam Garten

Geschichte

Mit einer Fläche von rund 67 Hektar, einem Wegenetz von 50 km und mit seinen 6.000 Bäumen unterstreicht der Waldfriedhof seinen waldähnlichen Charakter und beherbergt zudem eine vielfältige Flora und Fauna. Eichen und Buchen, die im vorletzten Jahrhundert gepflanzt wurden und ein Alter von über 170 Jahren aufweisen, stehen inmitten der stilvoll angelegten Grabanlagen.

Als sich zu Beginn der 20er Jahre die völlige Belegung des damaligen Hauptfriedhofs Sternbuschweg abzeichnete, entschied sich die Stadt für die Anlegung einer neuen Begräbnisstätte. Hinsichtlich des Geländes fiel die Wahl auf ein Waldgebiet an der heutigen Düsseldorfer Straße. Nach der Herrichtung der Fläche konnte im Jahre 1923 mit den Reihengrabbeerdigungen begonnen werden. Ab 1925 stand auch eine Einsegnungs- und Leichenhalle zur Verfügung. Neben den für die beiden christlichen Konfessionen vorgesehenen Beerdigungsflächen wurde im Jahre 1927 auch ein Begräbnisfeld für die jüdische Gemeinde der Stadt angelegt. Hierbei ist anzumerken, dass auf diesem Gräberfeld auch weiterhin Bestattungen von Verstorbenen der neuentstandenen jüdischen Gemeinde stattfinden.
In den 90er Jahren wurde auf dem Waldfriedhof auch ein islamisches Gräberfeld für den südlichen Bestattungsbezirk geschaffen.
Nach den ersten Bestrebungen im Jahre 1912, eine Feuerbestattungsanlage in Duisburg zu bauen, wurde dieses Projekt im Zusammenhang mit der Einrichtung des neuen Hauptfriedhofs an der Düsseldorfer Straße wieder aufgegriffen. Der Rohbau konnte zwar bis Ende des Jahres 1929 erstellt werden, durch Finanzierungsschwierigkeiten dauerte es jedoch bis zum Jahre 1932, bis die Anlage fertiggestellt werden konnte. Infolge eines Luftangriffs wurde das Krematorium 1944 so stark beschädigt, dass Einäscherungen in der Folgezeit nicht mehr möglich waren. Der Wiederaufbau der Verbrennungsanlage war 1950 abgeschlossen. Die Krematoriumskapelle konnte erst 1952/53 wieder in Betrieb genommen werden. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden im Krematorium außer allgemeinen Ausbesserungs-, Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten auch immer wieder Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung durchgeführt.
Aufgrund steigender Einäscherungszahlen und der veralteten Kremationstechnik wurde im Jahre 2001 mit dem Bau eines neuen Krematoriums an der Düsseldorfer Straße in Duisburg-Wanheimerort begonnen. Dafür wurde der stehende Zellentrakt bis auf die alte Trauerhalle abgerissen und ein modernes Krematorium wurde im Frühjahr 2002 seiner Bestimmung übergeben. Dieser Neubau wurde äußerlich der alten Bausubstanz angepasst und bietet in seinem Inneren eine architektonisch gelungene Zusammenführung modernster Technik und zeitgemäßer Abschieds-und Aufbahrungsräume.

Im Laufe der Jahre hat sich die Bestattungskultur geändert und damit auch der Wunsch nach alternativen Bestattungsformen.
Neben den klassischen Grabarten wie Wahlgräbern für Särge und Urnen ist das Angebot erweitert worden. Die pflegefreien Gräber erhalten immer mehr Zuspruch, deshalb wurden unter anderem Baumwahlgrabstätten angelegt, bei denen Urnen um einen Baum herum beigesetzt werden, oder Rasengräber für Särge und Urnen.

Mit dem Memoriam Garten, der 2011 eröffnet wurde, entstand in Zusammenarbeit mit Friedhofsgärtnern ein weiteres Grabfeld. Hier befinden sich hochwertige Grabstätten, die einem besonderen gestalterischen Anspruch gerecht werden.


Der älteste Grabstein, der auf dem Waldfriedhof steht, ist übrigens ein Findling aus dem Jahr 1924, auf dem die persönlichen Daten des Verstorbenen nicht eingraviert, sondern auf einer Plakette an dem Stein befestigt wurden.