Grundsteinlegung für neues Feuerwehrgerätehaus in Rheinhausen – Starker Rückhalt für Ehrenamt und Stadtteil
Heute wurde in Duisburg-Rheinhausen ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Brandschutzes vollzogen: An der Friedrich-Ebert-Straße 10 feierten die Stadt Duisburg, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD), die Duisburger Infrastrukturgesellschaft (dig) und die Feuerwehr die Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus des Löschzugs 610. Damit erhält der Duisburger Westen eine moderne Unterkunft, die die bisherigen Räumlichkeiten ablöst und den Einsatzkräften langfristig Sicherheit und Verlässlichkeit bietet. Oberbürgermeister Sören Link betonte die Bedeutung dieser Investition: „Die Freiwillige Feuerwehr steht für Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Mit dem neuen Gerätehaus in Rheinhausen schaffen wir einen Ort, an dem Ausbildung, Einsatzbereitschaft und Gemeinschaft noch mehr gestärkt werden.“
Der Löschzug 610 ist derzeit direkt gegenüber vom geplanten Neubau in der ehemaligen Feuerwache 6 aus dem Jahr 1942 untergebracht. Diese entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch die bisherige Unterkunft der Löschgruppe 603 in Oestrum ist sanierungsbedürftig, sodass beide Einheiten künftig unter ein Dach ziehen. Nach Fertigstellung des Baus Ende 2026 entsteht damit ein gemeinsamer Standort, der es ermöglicht, Einsatzabteilung, Ehrenabteilung und Jugendfeuerwehr in einem Gebäude zu vereinen. Das stärkt die Zusammenarbeit der Einheiten und fördert zugleich die Nachwuchsarbeit.
Der zweigeschossige Massivbau wird rund 8,7 Millionen Euro kosten und entsteht auf einem etwa 5.000 Quadratmeter großen Grundstück mit 1.270 Quadratmetern Nutzfläche. Neben einem Verwaltungs- und Sozialtrakt mit Schulungsräumen, Büros, Werkstätten und Aufenthaltsbereichen sind auch ein Fitnessraum sowie Räume für die Jugendfeuerwehr eingeplant. Ergänzt wird das Ensemble durch eine Fahrzeughalle mit acht Stellplätzen und eine Waschhalle. Das Raumkonzept berücksichtigt die heute übliche Trennung von „schmutzigen“ und „sauberen“ Bereichen, um kontaminierte Einsatzkleidung nach Einsätzen fachgerecht ablegen und die Gesundheit der Einsatzkräfte zuverlässig schützen zu können. Auch die Außenanlagen bieten vielfältige Möglichkeiten – unter anderem mit Übungshydranten und einer Dachterrasse, die für Veranstaltungen genutzt werden kann.
Zugleich setzt das Projekt Maßstäbe in technischer Ausstattung und Energieeffizienz. Fernwärmeversorgung, Fußbodenheizung, eine Lüftungsanlage mit über 80 Prozent Wärmerückgewinnung, eine Photovoltaikanlage sowie moderne Abgasabsauganlagen, Brandmelde- und Blitzschutzsysteme sorgen für einen effizienten und sicheren Betrieb. Ein zentrales Gebäudeautomationssystem erfasst Störungen, Alarme und Wartungsbedarfe der technischen Anlagen und ermöglicht deren Überwachung und Steuerung. Zudem werden Schall- und Immissionsschutzvorgaben umgesetzt. „Mit diesem Neubau übernehmen wir Verantwortung auf zwei Ebenen: Wir schaffen nachhaltige Strukturen für die Umwelt und gleichzeitig verlässliche Rahmenbedingungen für die Einsatzkräfte. Beides gehört für uns untrennbar zusammen“, erklärt Björn Metzler, Geschäftsbereichsleiter Immobilien der Wirtschaftsbetriebe Duisburg.
Die Projektsteuerung übernimmt die Duisburger Infrastrukturgesellschaft (dig). Geschäftsführer Matthias Palapys hob hervor: „Ein Projekt wie dieses zeigt, wie wichtig ein koordiniertes Projektmanagement für Planung und Ausführung ist. Viele Anforderungen müssen miteinander abgestimmt werden – von der Funktionalität über Wirtschaftlichkeit bis zur Nachhaltigkeit. Unser Ziel ist es, ein Gebäude zu schaffen, das die Einsatzkräfte im Alltag bestmöglich unterstützt und zugleich langfristig optimal nutzbar ist.“
Mit dem neuen Standort erhält Rheinhausen ein modernes Feuerwehrgerätehaus, das Sicherheit, Ausbildung und Gemeinschaft auf hohem Niveau verbindet – ein Gewinn für die Einsatzkräfte ebenso wie für die Bürgerinnen und Bürger im Duisburger Westen.
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Copyright Fotografien: Nikolay Dimitrov / WBD
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