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15.09.2026

Neubau der Anne-Frank-Gesamtschule in Duisburg-Röttgersbach offiziell eröffnet

Der Neubau der Anne-Frank-Gesamtschule an der Oberen Holtener Straße 42 in Duisburg-Röttgersbach ist heute offiziell eröffnet worden. Oberbürgermeister Sören Link übergab symbolisch den Gebäudeschlüssel an die Schulgemeinschaft. Nach rund 30 Monaten Bauzeit ist damit ein moderner Schulstandort für künftig bis zu 1.300 Schülerinnen und Schüler entstanden. Rund 94 Millionen Euro wurden in die Planung und den Neubau einschließlich einer Vierfach-Sporthalle investiert. Die Schulbaugesellschaft Duisburg realisierte das Bauprojekt. Die Planung stammt vom Architekturbüro RKW Architektur +.

Die zum 1. August 2024 gegründete Anne-Frank-Gesamtschule war zunächst an der Reichenberger Straße in Hamborn untergebracht. In dem Gebäude war früher die Comenius-Hauptschule beheimatet; bis Frühjahr 2024 nutzte es die Theodor-König-Gesamtschule während ihrer Sanierung als Teilstandort.

In den Sommerferien 2026 zog die Anne-Frank-Gesamtschule mit aktuell rund 500 Schülerinnen und Schülern nach Röttgersbach. Der Neubau entstand auf dem Gelände der ehemaligen Anne-Frank-Hauptschule, die 2022 abgerissen wurde.

Oberbürgermeister Sören Link sagt: „Mit dem Einzug hat für die Anne-Frank-Gesamtschule ein neues Kapitel begonnen. Die Schüler finden hier ein modernes Lernumfeld mit sehr guten Bedingungen für einen zeitgemäßen Unterricht. Gleichzeitig ist der Neubau eine wichtige Investition in den Duisburger Norden und in die Zukunft unserer Bildungslandschaft“.

Vielfalt, Verbundenheit und Verantwortung prägen das Selbstverständnis der neuen Gesamtschule. Sie setzt auf selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen, Partizipation und die Förderung von Zukunftskompetenzen. Die kulturelle, sprachliche und soziale Vielfalt ihrer Schulgemeinschaft versteht sie als besondere Stärke.

Dieses pädagogische Konzept spiegelt sich unmittelbar in der Architektur wider. Flexible und offene Räume ermöglichen unterschiedliche Formen des Lernens, Austauschs und Rückzugs. Der Neubau ist als sechszügige Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe konzipiert und bietet rechnerisch Kapazitäten für rund 45 Klassen respektive Klassenäquivalente. Aufgrund einer befristeten Erhöhung der Zügigkeit ergibt sich temporär eine höhere Auslastung. Die Unterrichtsräume sind in Clustern organisiert, in denen sich Klassen- und Differenzierungsräume um gemeinschaftlich nutzbare Lern- und Aufenthaltsbereiche gruppieren. Das Herz der dreigeschossigen Schule bildet die Pausenhalle mit großer Sitzstufenanlage. Sie kann gemeinsam mit der angrenzenden Mensa zu einer Aula zusammengeschaltet werden. Die Mensa bietet 170 Sitzplätze, die Küche ist für bis zu 750 Essen in drei Schichten ausgelegt.

Die gesamte Wärmeversorgung erfolgt über Luft-Wasser-Wärmepumpen. Eine Photovoltaikanlage dient der Eigenstromversorgung und Teile der Dachflächen sind begrünt. Darüber hinaus wurden Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zur Orientierung herangezogen.

„Das Besondere an diesem Projekt ist, dass pädagogisches Konzept, Architektur und Nachhaltigkeit konsequent zusammengedacht wurden“, erklärt Thomas Patermann, Sprecher des Vorstandes der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. „Die vielfältigen Lernformen der Anne-Frank-Gesamtschule brauchen Räume, die flexibel sind, Begegnung ermöglichen und gleichzeitig Rückzug zulassen. Gemeinsam mit der Schulbaugesellschaft Duisburg ist es gelungen, diese Anforderungen in einen modernen und langfristig tragfähigen Schulstandort zu übersetzen.“

Zum Neubau gehört außerdem eine separate Vierfach-Sporthalle mit 350 Tribünenplätzen, die neben dem Schulsport auch für Vereinssport und Wettkämpfe ausgelegt ist. Fahrradstellplätze, eine Fahrradwerkstatt sowie Duschen und Aufbewahrungsmöglichkeiten für Beschäftigte unterstützen zudem das Konzept der fahrradfreundlichen Schule.

„Bei der Planung ging es darum, die Größe einer Schule für bis zu 1.300 Schülerinnen und Schüler mit überschaubaren, identitätsstiftenden Bereichen und einer hohen räumlichen Flexibilität zu verbinden“, sagt Robin Eckardt, Geschäftsführer der SD Schulbaugesellschaft Duisburg mbH. „Die Ringstruktur des Gebäudes, die einzelnen Cluster und der zentrale Bereich mit Pausenhalle, Aula und Mensa greifen deshalb bewusst ineinander. So unterstützt das Gebäude unterschiedliche Lern- und Arbeitsformen und gibt der Schule gleichzeitig genügend Spielraum, ihre pädagogischen Konzepte auch in Zukunft weiterzuentwickeln.“

Hochauflösendes Bildmaterial erhalten Sie unter dem folgenden Link:

https://wb-duisburg.canto.de/b/U5OEI

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