
Förderprojekt ME.LAK
Saubere Straßen für eine saubere Zukunft - Duisburg startet durch!
Mit dem Projekt ME.LAK - Menschenzentrierte Entwicklung einer autonomen Kehrmaschine und Leitstelle für eine nachhaltige Stadtreinigung in NRW gehen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg gemeinsam mit einem Netzwerk von starken Partnern einen wichtigen Schritt in Richtung smarte, digitale und zukunftsfähige Stadtreinigung.
Doch worum geht es genau? Beim Projekt ME.LAK geht es um die Entwicklung und spätere Inbetriebnahme einer vollelektrischen, hochautomatisierten Kehrmaschine, die über eine von Menschen betreute Leitstelle überwacht wird. Diese Form der Automation entspricht SAE-Level 4. SAE steht für die von der Society of Automotive Engineers herausgegebene Klassifizierung von Fahrzeugen mit Systemen zum automatisierten Fahren. Level 4 steht hier für das vollautomatisierte Fahren, bei dem das Fahrzeug die gesamte Fahraufgabe in bestimmten, zuvor konkret definierten Betriebsbereichen übernimmt.
Die zu entwickelnde Kehrmaschine des Projekts ME.LAK fährt dabei vollelektrisch und emissionsfrei und kann ihren gesamten Arbeitsprozess – vom Laden über den Reinigungsvorgang bis hin zur Leerung – automatisiert erledigen. Remote-Pilotinnen und -Piloten überwachen dabei in der Leitstelle den Betrieb.
Projektstart ME.LAK
Im Rahmen des Innovationswettbewerbs NeueWege.IN.NRW startete das Forschungsprojekt am 01.05.2025 und läuft bis zum 30.04.2028. Gefördert wird ME.LAK durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW mit Mitteln aus dem EFRE/JTF-Programm 2021–2027.
Warum ME.LAK? Zentrale Herausforderungen
Die Stadtreinigung steht vor tiefgreifenden Veränderungen:
Der Fachkräftemangel erschwert es, genügend Personal für Kehrfahrzeuge zu gewinnen.
Krankheitsstände und körperliche Belastungen machen den Beruf zunehmend unattraktiv.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an digitale, effiziente und nutzerfreundliche Prozesse im urbanen Raum.
ME.LAK adressiert diese Punkte, indem es nicht nur die Technik weiterentwickelt, sondern auch die Arbeitswelt im Bereich Stadtreinigung neu denkt. Zudem können durch die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bereich der Remote-Pilotinnen und -Piloten neue, inklusive Berufsbilder geschaffen werden.

Zielsetzung
Entwickelt wird eine vollumfänglich autonome, vollelektrische Kehrmaschine (SAE-Level 4), die nicht nur eigenständig fährt, sondern auch alle wesentlichen Arbeitsschritte selbstständig ausführt:
Sichere autonome Reinigung auf privaten und öffentlichen Flächen
Entwicklung einer menschenzentrierten Leitstelle
Möglichkeiten zur autonomen Interaktion mit der Umwelt
Automatisierung des Betriebs:
automatisiertes Laden und Entleeren
Reinigung des Kehrgutbehälters
Befüllung des Wassertanks
softwaregestützte Planung und Anpassung der Reinigungsrouten
Zusätzlich entsteht eine Leitstelle, in der geschulte Remote-Pilotinnen und -Piloten die Fahrzeuge überwachen und bei Bedarf eingreifen können. Damit wird ein neues, inklusives Berufsbild geschaffen, das auch für Menschen mit Einschränkungen attraktiv ist.
Projektpartner
Das Projekt wird umgesetzt von einem interdisziplinären Netzwerk von starken Partnern von kommunaler Ebene, aus Forschung und Wissenschaft, IT und Industrie. Die Hauptkoordination obliegt den Wirtschaftsbetrieben Duisburg.
Die Projektpartner im Überblick:

Bucher Municipal Enway
Innovation im Mittelpunkt
ME.LAK schafft ein ganzheitliches Automatisierungskonzept für die Stadtreinigung:
über reine Fahrfunktionen hinaus
mit Leitstelle und Remote-Piloten als neues Berufsbild
mit Fokus auf Ergonomie, Inklusion und Akzeptanz
So wird Stadtreinigung nicht nur effizienter, sondern auch arbeitsfreundlicher und zukunftsfähiger.
ME.LAK als Blaupause
Das Projekt kann Vorbildcharakter für andere Kommunen und den gesamten öffentlichen Sektor entwickeln:
Das Konzept kann in andere Kommunen übertragen und dort beispielsweise in bereits vorhandene Smart-City-Strategien integriert werden.
ME.LAK kann perspektivisch auch auf andere Fahrzeugtypen, die beispielsweise in der Müllentsorgung oder beim Winterdienst zum Einsatz kommen, übertragen werden. Ein solches modulares System schafft Skalierbarkeit und Kosteneffizenz.
Duisburg und das Land NRW können sich als Innovationsstandort im Bereich der urbanen Mobilität weiter etablieren. ME.LAK kann dabei Modellcharakter für den gesamten öffentlichen Sektor entwickeln. Zudem trägt das Projekt zur Erreichung von nationalen und europäischen Klimazielen bei.
Arbeitspakete
Das Projekt gliedert sich in neun Arbeitspakete, von der technischen Entwicklung über Akzeptanzstudien, der Einrichtung der menschenzentrierten Leitstelle bis hin zu realen Testeinsätzen in Duisburg.
Nächste Projektschritte
Aktuell laufen vorbereitende Maßnahmen und weitere Planungen, damit das Projekt ME.LAK Realität werden kann. Ende 2025 sind erste Testfahrten mit einem Kehrmaschinen-Prototypen geplant, dessen Einsatz wertvolle Erkenntnisse für die weiteren Entwicklungsschritte geben wird. Im Jahr 2027 soll nach aktueller Planung der Testbetrieb der autonomen Kehrmaschine auf Betriebsflächen der Wirtschaftsbetriebe Duisburg starten.
Smart City Duisburg
Mit ME.LAK leisten die Partner einen Beitrag zur digitalen Transformation kommunaler Dienstleistungen. Die entwickelten Technologien sind übertragbar und können auch in anderen Städten eingesetzt werden – für effiziente Prozesse, attraktive Arbeitsplätze und saubere, lebenswerte Kommunen.
Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt!




